Es gibt in der Küche einen ganz bestimmten Moment: Malu, mein junger Australian Shepherd, hört das Klappern der Backmatte und ist sofort da. Er weiß genau, was gleich passiert. Gleich duftet die ganze Wohnung nach seinen Lieblingskeksen, und er sitzt schon Probe, mit einem Blick, der sagt: Ich helfe auch beim Testen.
Diese kleinen Trainingsleckerli sind ein echter Dauerbrenner: weich, alltagstauglich und mit wenigen, gut verträglichen Zutaten. Du weißt bei jedem Krümel genau, was drin ist, und du kannst die Menge ganz einfach an deinen Hund anpassen. Hier kommt das komplette Rezept zum Nachbacken.
Warum lohnt es sich, Hundekekse selber zu backen?
Weil du die volle Kontrolle über jede Zutat hast: kein Zucker, keine Aromen, keine Zusätze mit Fragezeichen. Selbstgebackene Leckerli sind außerdem herrlich flexibel. Du bestimmst die Größe, machst sie weicher oder fester und backst genau so viele, wie du gerade brauchst. Gerade als Trainingsleckerli sind kleine, weiche Häppchen ideal, weil dein Hund sie schnell schlucken kann und beim Üben in Bewegung bleibt. Malu ist neun Monate alt und mitten in der Pubertät, da geht in einer Übungseinheit einiges an Leckerli weg. Und ganz nebenbei riecht die Küche wunderbar.
Welche Zutaten brauchst du?
Nur fünf, die du zum großen Teil vermutlich zu Hause hast:
- 200 ml ungesalzene Fleischbrühe
- 50 g gegartes, fein püriertes Gemüse, zum Beispiel Möhre oder Zucchini (ich koche es gleich in der Brühe mit)
- 2 Eier (Größe M)
- 100 g Kokosmehl
- ½ Teelöffel Kokosöl
Wichtig bei der Brühe: wirklich ungesalzen und ohne Zwiebel oder Knoblauch, denn die ganze Zwiebelfamilie ist für Hunde tabu. Am einfachsten kochst du dir eine kleine Menge selbst.
Wie bereitest du den Teig zu?
In drei ruhigen Schritten:
- Fleischbrühe und Gemüsepüree in einer Schüssel gut verrühren.
- Eier und Kokosöl hinzufügen und gründlich vermischen.
- Anschließend das Kokosmehl einarbeiten und alles zu einem glatten, dickflüssigen Teig verrühren.
Ein kleiner Hinweis zum Kokosmehl: Es saugt viel Flüssigkeit auf und dickt beim Stehen nach. Lass den Teig deshalb ein bis zwei Minuten quellen, bevor du ihn beurteilst. Ist er noch zu flüssig, gib löffelweise Kokosmehl dazu, ist er zu fest, ein bisschen Brühe.
Wie backst du die Leckerli?
Füll den Teig in die Mulden einer Silikon-Backmatte und streich sie glatt. Dann bei 150 bis 160 Grad Umluft etwa 25 bis 30 Minuten backen. Für weichere Leckerli backst du eher kürzer, für festere verlängerst du die Backzeit leicht. Lass die Kekse anschließend vollständig auf einem Gitter auskühlen, dann lösen sie sich am besten aus der Form.

Wie bewahrst du die Hundekekse auf?
Weil die Leckerli weich sind und keine Konservierungsstoffe enthalten, gehören sie in den Kühlschrank und sind dort einige Tage haltbar. Für längeren Vorrat frierst du sie einfach ein und taust bei Bedarf eine Portion auf. Mach ruhig gleich die doppelte Menge, dann hast du für die nächsten Trainingseinheiten immer etwas parat. Beschrifte die Dose mit dem Datum, dann behältst du den Überblick.
Ein paar Dinge im Blick behalten
- Leckerli aller Art sollten höchstens etwa zehn Prozent der täglichen Futtermenge ausmachen, an Back-Tagen darf das Abendessen einen Hauch kleiner sein
- Führe neue Zutaten wie Kokosmehl anfangs in kleiner Menge ein und beobachte, wie dein Hund sie verträgt
- Bei Futtermittelallergien, Erkrankungen oder empfindlichem Magen besprich neue Zutaten vorher kurz in deiner Tierarztpraxis
- Niemals Zwiebel, Knoblauch, Xylit, Schokolade oder Rosinen in den Teig, diese Zutaten sind für Hunde giftig
Welches Obst und Gemüse für Hunde geeignet ist und was tabu bleibt, findest du in unserer Erlaubt-und-Tabu-Liste.
Häufige Fragen
Kann ich das Kokosmehl durch normales Mehl ersetzen?
Kokosmehl verhält sich anders als Getreidemehl, es bindet deutlich mehr Flüssigkeit. Ersetzt du es eins zu eins, wird der Teig zu flüssig. Wenn du kein Kokosmehl hast, taste dich mit einer anderen Mehlsorte langsam heran und gib sie löffelweise dazu, bis der Teig dickflüssig ist.
Womit kann ich das Gemüse ersetzen?
Gut geeignet sind milde, gut verträgliche Sorten wie Möhre, Zucchini oder gekochter Speisekürbis, immer gegart und fein püriert. Bleib bei einer Sorte pro Charge, dann weißt du im Zweifel, was dein Hund verträgt.
Wie klein sollten Trainingsleckerli sein?
So klein wie möglich. Beim Training zählt die Wiederholung, nicht die Portion. Kleine, weiche Häppchen in Erbsengröße sind ideal, weil dein Hund sie schnell schluckt und sofort weitermachen kann.
Sind die Leckerli auch für Welpen geeignet?
In kleinen Mengen und mit gut verträglichen Zutaten ja. Der Welpenmagen ist empfindlich, deshalb erst eine Mini-Menge testen und im Zweifel in der Tierarztpraxis nachfragen.
Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Futtermittelallergien, Erkrankungen oder unklaren Beschwerden lass deinen Hund bitte in der Praxis anschauen.